Von Elsfleth in die ganze Welt

Befähigungszeugnisse an 17 Elsflether Schiffsmechaniker überreicht

Zwei Absolventen bestanden die Prüfungen mit Auszeichnung. Der gesamte Jahrgang erbrachte überdurchschnittliche Leistungen.

Elsfleth - "Schade, dass Ihr nicht wiederkommt. Ihr habt eine Menge gelernt und sogar noch die alte Schule am Rittersweg miterlebt." Rainer Schmele, Geschäftsführer des Maritimen Kompetenzzentrums, ist am Donnerstag die Verabschiedung der ausgebildeten Schiffsmechaniker nach Ende des 3. Schulzeitblocks auf dem Maritimen Campus nicht leicht gefallen – und insgeheim hofft er, dass er viele der 17 Absolventen dann doch irgendwann noch einmal wiedertrifft.

"Im April beginnen auf dem Campus die Bauarbeiten für die beiden neuen maritimen Trainingszentren. Wenn die stehen, dann biete ich einen DLRG-Kursus für Schiffsmechaniker an – und ihr seit dann alle herzlich willkommen", sagte Schmele.

Dass am Donnerstag ein ganz besonderer Jahrgang verabschiedet wurde, stellte Silvia Baumgartner bei der Ausgabe der Befähigungszeugnisse fest. Der gesamte Jahrgang habe überdurchschnittliche Leistungen erbracht und zwei Absolventen wurden wegen hervorragender Leistungen sogar ausgezeichnet. Das habe es so in Elsfleth noch nicht gegeben, hieß es, als Tobias Hitziger von der Reederei Offen und Thomas Karstens von der Reederei Beluga nach vorne gerufen wurden.

In der Laudatio vor der Zeugnisübergabe wurde darauf hingewiesen, dass der Beruf des Schiffsmechanikers ein toller Ausbildungsberuf mit unheimlich vielen Möglichkeiten sei und wohl mit keinem anderen Ausbildungsberuf zu vergleichen sei. "Lasst Euch von den Zielen nicht abbringen, aber werft vorher bitte schnell noch einem Blick, ob auch alle Daten auf den Zeugnissen stimmen."

Dass die Elsflether Absolventen in der Welt herumgekommen, belegt Philipp Schwarzkopf aus Flensburg. "Ich geh' jetzt vier Monate aufs Schiff, Südamerika und Südostasien. – und dann werde ich Schiffsbetriebstechnik studieren." Und danach möchte er als technischer Offizier arbeiten. "Nicht auf der Brücke, sondern im Keller. Ich steh' dazu", sagt Schwarzkopf im Gespräch mit der NWZ.



eingepflegt am: 20.09.2011